Sechsundzwanzigste Flugstunde: Funknavigation

Heute ging es mit Fluglehrer Sven zunächst auf einen kleinen Rundflug, den wir mit Hilfe des VOR in Hamm und in Marl-Loemühle durchführen wollten.

Nach dem Start flogen wir also über den Pflichtmeldepunkt N aus der Kontrollzone Dortmund. Wir stellten unseren Steuerkurs von 18 Grad auf das Hammer VOR ein (hier findet man mehr Infos dazu: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Drehfunkfeuer) und erreichten dieses nach etwa 8 Minuten Flug. Weiter ging es mit einer Linkskurve, die uns auf einen Kurs von 237 Grad brachte, den wir exakt eine Minute lang einhielten, und darauf hin so lange den Kurs auf 207 Grad zu ändern, um den „Leitstrahl“ zu schneiden bzw. zu treffen und dann diesem zu folgen.

Kurz vor Marl Wochen wir wieder von unserem Kurs ab, um in die Marler Platzrunde einzuschwenken. Wir meldeten uns bei Marl Info an und teilten unsere Absicht mit, eine Durchstartübung zu fliegen. Sven wies mich in die Platzrunde ein, und ich bekam den Landeanflug eigentlich auch ganz gut hin. Kurz vor dem Abfangen kam von Sven das Kommando „Durchstarten!“, und ich schob den Gashebel auf Vollgas, die Vergaservorwärmung auf Kalt, und brachte die Maschine wohl zu sehr in den Horizontalflug, denn obwohl diesmal das zurückfahren der Landeklappen gut war, genügte es dem gestrengen Sven nicht, so dass wir eine weitere Runde drehten und die Übung wiederholten. Dieses Mal war es dann wohl auch alles gut, und wir verabschiedeten und von Marl Info wieder in Richtung Dortmund.

Hier flogen wir noch drei Platzrunden, bevor wir zur Abschlusslandung ansetzten. Sowohl die Einteilung des Anflugs als auch die Landungen selbst, die ich sämtlich selbstständig durchführte, fanden Svens Zustimmung, und er bestätigte mir dass meine erste Soloplatzrunde wohl nicht mehr so lange auf sich warten lassen wird… einerseits freue ich mich darauf, andererseits sitze ich dann wirklich alleine im Flugzeug, ohne Backup auf dem Beifahrersitz, und da ist natürlich auch etwas Bammel davor… aber bevor die mich da loslassen werden sie wohl sicher sein dass ich das auch schaffe!

Ach ja, ich möchte nicht vergessen einen der wichtigsten von Svens Kritikpunkten heute auch noch zu erwähnen: Bei der Vorflugkontrolle vernachlässige ich regelmäßig die Kontrolle des Seitenruders (also die Pedale)… auch hier gelobe ich Besserung, versprochen!

Nachtrag: Heute war ein sehr netter Fluglotse auf dem Dortmunder Turm, der auch gerne mit uns ein wenig geflachst hat, als es gegen Abend im Äther ruhiger wurde. Ich fand das sehr sympathisch! Falls Du hier mitliest: Natürlich hätte ich noch weiter fliegen können, aber die Pflicht am Boden rief… 😉

2 Kommentare zu „Sechsundzwanzigste Flugstunde: Funknavigation

  1. Peter, Deine selbstkritische Art macht Dich sehr sympathisch! Ein Lob für das gelungene Flugtagebuch. Mach weiter so! Gruß Jürgen, Dein Leidensgenosse😉

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