Fünfundvierzigste Flugstunde: Solo und doch nicht allein

Nachdem ich letzte Woche ja bereits meine ersten Solorunden an einem fremden Platz in Paderborn drehen durfte, ging es heute mit Fluglehrer Sven nach Marl-Loemühle – also mein zweiter fremder Flugplatz, an dem ich Platzrunden Flügen sollte (und somit wieder einen Ausbildungsschritt hinter mich brachte).

Marl unterscheidet sich auf vielfältige Weise vom „Heimatflughafen“ Dortmund und dem Flughafen Paderborn, die beide ja Verkehrsflughäfen und dabei sehr ähnlich sind: Beide verfügen über Kontrollzonen und lange (2000 bzw. 2180m) und breite (beide 45m) Pisten. Marl hingegen ist ein unkontrollierter Platz, und die Startbahn ist mit 800x20m wesentlich kürzer und schmaler.

Unkontrolliert bedeutet, dass kein Fluglotse mir eine Start- oder Landeerlaubnis geben muss oder andere Anweisungen gibt, sondern allenfalls Informationen, die ich jedoch nicht befolgen muss – wobei das natürlich Sinn macht, wenn eine solche Information an den Piloten ergeht. Andererseits muss man als Pilot selbst Ausschau nach startenden, landenden oder in der Luft befindlichen anderen Luftfahrzeugen halten und im Funk genau zuhören, was so um einen herum passiert.

Insgesamt also etwas mehr Arbeit für den Piloten, aber mit mindestens genau soviel Spaß!

Überraschung nach meinen drei Platzrunden: Mitschüler Bülent Y. war mitsamt Freundin A. in Marl eingetroffen. Sven erklärte mir, dass ich mal das Flughafenrestaurant ausprobieren solle (sehr zu empfehlen!) , während er mit Bülent eine Flugstunde einschieben wolle. Gesagt, getan, und so durfte ich mit A. zusammen Bülent bei seinen Platzrunden zusehen:

Pech für Bülent: Der Wind frischte zunehmend auf, denn ein Regenschauer befand sich in Platznähe, und Sven ließ ihn daher keine Solorunden drehen – ich denke Bülent war damit auch sehr einverstanden. Dafür flogen sie noch eine Notlandeübung, was ebenfalls ein wichtiger Ausbildungsbestandteil ist, den er nun abhaken kann.

Nach Bülents Rückkehr wurde es dann aber auch Zeit für Sven und mich, in heimatliche Gefilde aufzubrechen.

Insgesamt war sowohl er als auch ich mit meiner Leistung heute zufrieden.

Als Video im Anhang noch meine Soloplatzrunden – eigentlich ganz anständig, oder? 😉

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