Dritte Flugstunde

Heute ging es bei bestem Wetter zu meiner dritten Flugstunde. Wie bereits beim letzten Mal durfte ich die Vorflugkontrolle allein durchführen, was ich auch wieder mit Hilfe der Checkliste gewissenhaft erledigte. Danach wartete ich auf Christof, der nicht lange auf sich warten lies.

Nach Rollfreigabe durch den Tower rollten wir über die Punkte K, L und M zu C (Sprich: Kilo, Lima, Mike zu Charly), wo wir am Taxi-Halt (Letzter Halt vor der Startbahn) die letzten vorgeschriebenen Checks durchführten und nach der Starterlaubnis weiter mitten auf die Startbahn rollten.

Den Start führte ich diesmal (fast) alleine aus, einmal griff Christof noch ein, und ich muss sagen dass es wirklich auch immer besser klappt! Wir stiegen weiter auf zunächst 2000 ft. und verließen die Dortmunder Kontrollzone wieder über den Pflichtmeldepunkt Whisky, um danach eine ganze Weile der A2 zu folgen.

Kurz hinter Herne entstand dann das folgende Bild einer Turnhalle:

Deutlich zu erkennen dass das Dach geöffnet war. Unschöne Erinnerungen an das letzte Fußball-Wochenende kamen auf, und so drehten wir ab in Richtung Norden.

Einige wenige Meilen weiter kam dann von Christof die Order, auf 3000 ft. zu steigen. Also Vollgas rein und die Nase gehoben, wir stiegen bei einer Geschwindigkeit von etwa 70-75 kt. Als erster entdeckte ich dann aber direkt vor uns einen Segelflieger, der die aufgrund des sonnigen Wetters reichlich vorhandenen Thermik dazu nutzte sich ebenfalls weiter in die Höhe zu schrauben…. ich machte Christof darauf aufmerksam, und er ordnete nicht nur den weiteren Steigflug an, sondern auch gleich noch eine Kursänderung dazu. So kamen wir uns mit dem Segelflieger nicht ins Gehege, waren aber gewarnt, dass heute am Himmel etwas mehr los sein könnte – und so war es auch, wir konnten noch viele „Kollegen“, ob motorisiert oder nur mit Hilfe der Thermik unterwegs, beobachten.

Als wir unsere Höhe erreicht hatten folgten wir wieder dem Kanal, bis Christof mich dann anwies wieder Vollkreise zu fliegen, diesmal aber mit einer deutlichen Schräglage von 30 Grad. Noch in der ersten Flugstunde hätte ich hier sicherlich den Schweiß auf der Stirn stehen gehabt – heute war das völlig in Ordnung, und es machte sogar Spaß! Bevor aber ein solcher Kurswechsel vorgenommen wird gilt es in der Cessna ganz besonders, zunächst den Blick in Richtung der gewünschten Drehrichtung zu richten, um eventuell andere Flugobjekte auszumachen – befindet man sich erst einmal in der Schräglage, so verdeckt die untere Tragfläche den Blick. Und wir waren ja gewarnt – und mussten auch bei unseren Übungen wiederum Rücksicht auf ein Segelflugzeug nehmen, welches sich über einem Industriegebiet „Höhe holte“.

Irgendwann neigte sich aber auch diese Flugstunde dem Ende zu, und wir flogen wieder in Richtung Airport Dortmund. Dazu müssten wir natürlich Höhe abbauen: Vergaservorwärmung ziehen, Nase nach unten, Gas raus, bis eine Drehzahl 2000 rpm einstellte, und mit 500 ft/min sanken wir der Erde entgegen, bis wir wieder etwa 2000 ft. erreichten. In die Kontrollzone ging es wie gestern auch über den Pflichtmeldepunkt November, das ist die Autobahnauffahrt Kamen-Bergkamen, und wir bauten weiter Höhe ab. Klappen auf 10, dann 20 und 30 Grad, und wir schwenkten in den langen Endanflug ein. Christof beobachtete mich genau, ließ mich aber weitgehend selbst machen und legte erst einige Meter über dem Boden selbst Hand an das Ruder, um mich ein wenig zu korrigieren. Kurz vor der Bodenberührung dann das Gas komplett raus, die Maschine ausschweben lassen und im letzten Moment hochziehen, um nicht mit dem Bugrad, sondern dem Hauptfahrwerk aufzusetzen. Weiche Landung!

Wir rollten wieder zum GAT, wie uns angewiesen wurde, und stellten die Maschine vor dem Hangar ab.

Richtig: Das Sichern überließ Christof wieder mir, was ich wieder so genau wie beim letzten Mal durchführte.

Die nächste Stunde soll am Freitag folgen – Platzrunden stehen dann auf dem Lehrplan. Ich hoffe dass ich danach auch schon allein und ohne Eingriff des Fluglehrers landen kann – das wäre für mich ein weiterer Meilenstein!

Ein Kommentar zu „Dritte Flugstunde

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