Theoretische Prüfung II

Flugs geschrieben: Heute bin ich dann noch einmal nach Münster gefahren, um die noch fehlende Meteorologie nachzuholen.

Diesmal hat es geklappt, das Thema Theorie ist für mich soweit also abgeschlossen und ich kann mich ganz auf die Praxis konzentrieren (und natürlich noch die beiden Funkzeugnisse erwerben).

Zweiunddreißigste Flugstunde: Jochen

Auch wenn ich heute von üblichen Platzrunden ausgegangen war (und letztendlich auch noch einige drehte), so war es heute doch etwas anderes, denn mit Fluglehrer Jochen war ich noch nicht unterwegs.

Ich mag es mit unterschiedlichen Fluglehrern zu fliegen, denn jeder Fluglehrer kann einem noch etwas Neues beibringen und einen anderen Stil vermitteln.

So war es auch bei Jochen. Nachdem wir uns im Cockpit zunächst ein wenig vertraut gemacht hatten, sollte es raus gehen in den Luftraum, um dort ein wenig Airwork zu verrichten. Vorher aber wollte er eine Startabbruchübung machen. Man simuliert dabei einen Motorausfall kurz nach dem Start. Jochen meldete das entsprechend beim Turm an und wir bekamen auch die Genehmigung.

Bis dahin verlief alles wie gewohnt, wir starteten aber diesmal von Rollbahneinmündung Delta auf der Piste 24 aus, um die volle Bahnlänge zur Verfügung zu haben.

Also Vollgas, abgehoben, nachgedrückt um Fahrt aufzunehmen, und dann das Gas komplett raus – und sehr kräftig drücken, um sofort wieder Fahrt aufzunehmen und einen Stall zu vermeiden. Dann eine Landung auf derselben Bahn, von der wir soeben erst abgehoben hatten, um sofort wieder durchzustarten und dieses mal komplett abfliegen…. eine Erfahrung, die man einmal gemacht haben muss!

Dann ging es ab über Whisky aus der Kontrollzone heraus.

Irgendwo nördlich von Hamm haben wir dann Kurs- und Höhehalten geübt, das ganze noch mit einem Langsamflug bis runter auf 55 Knoten garniert und als Topping noch einen Vollkreis draufgesattelt – Jochen war zufrieden.

Dann ging es zurück zum Platz, ich meldete mich per Funk an und durfte auch in die Kontrollzone sowie die Platzrunde einfliegen.

Anschließend führten wir noch einige Platzrunden durch, die Landungen waren etwas hart.

Unterm Strich fand ich die Flugstunde heute sehr lehrreich. Jochen macht einiges anders als Christof oder Sven, vermittelt aber auch gleichzeitig eine gewisse Gelassenheit und Ruhe die nötig ist, um eine Landung richtig zu planen. Auch handhabt er „Kleinigkeiten“ anders. Das ist ganz bestimmt keine Wertung, ein Fluglehrer ist, denke ich, besser oder schlechter als der andere, sie setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte und bedienen sich anderer Methoden.

Vielleicht waren die Landungen auch deshalb heute etwas holpriger, und vermutlich habe ich deshalb heute die Cam vergessen einzuschalten…. dafür hat mich aber Bülent Y. fotografiert, und ich hänge diese Bilder einfach mal an.

Einunddreißigste Flugstunde – Und täglich grüßt das Murmeltier

Im Moment geht es Schlag auf Schlag, denn ich möchte gerne bald die Platzrundenreife erlangen und Flugzeug allein fliegen!

Einerseits hat man davor schon ein wenig Bammel, denn man sitzt dann ohne einen erfahrenen Piloten alleine im Flieger, und man muss das Flugzeug sicher zur Erde bringen – andererseits erwartet man diese Situation sehnsüchtig, denn es ist ein Meilenstein in der Pilotenausbildung. Fliegt man erst die Platzrunde allein, folgen bald auch die Navigations- und Dreiecksflüge, und der Weg vom Fußgänger zum Piloten ist bald zum Ende gekommen.

Die vielen Platzrunden drehen wir übrigens hauptsächlich, um das Landen zu üben; nur durch ausreichende Übung lernt man die Abstände, Höhen und Zeitpunkte korrekt abzuschätzen und lässt entsprechende Handlungen folgen.

Heute war das Wetter zunächst etwas ruhiger, als wir starteten war es noch nicht ganz so warm, im Verlauf unseres Fluges jedoch wurde es zunehmend turbulenter.

Heute starteten wir auf der 06 in Richtung Unna – mal wieder eine kleine Abwechslung.

Im Video findet Ihr ein paar Erläuterungen in der ersten Platzrunde, viel Spaß beim Anschauen!

Morgen geht es weiter mit Platzrunden schrubben, dann eventuell mal wieder mit einem anderen Fluglehrer…

Dreißigste Flugstunde: Wir brauchen mehr Luftverkehr

Heute ging es wieder mit Christof raus, um erneut meine Landefähigkeiten zu verbessern und, der geneigte Leser wird es erahnen, Platzrunden zu drehen.

Gleichzeitig mit mir, ich sollte wieder die KD nehmen, kam Mitschüler Andreas M. zum Zuge, er wollte einen Dreiecksflug mit der JA, eine C152, durchführen.

Da beide Maschinen getankt werden mussten, halfen wir uns gegenseitig, bevor es losgehen sollte.

Im großen und ganzen also nichts besonderes. Was heute anders war als sonst: Es war ziemlich viel los am Platz!

Beginnend bereits beim Rollen zur Rollbahneinmündung Charlie (die 24 war in Betrieb) mussten wir an Stop 1 anhalten, um den Pushback eines Wizzair-Airbusses abzuwarten; dieser rollte danach auch vor uns her und durfte, natürlich, auch vor uns starten. Danach kam noch ein weiterer Airbus rein, auch diesen mussten wir abwarten…. dann ging es endlich los.

Das zunächst aufgrund einer fast geschlossenen Wolkendecke etwas ruhigere Wetter (wenig Thermik) änderte sich aber auch prompt, die Wolken rissen zunehmend auf und der große Runde Ofen am Himmel heizte Mutter Erde richtig ein, diese ließ ihre Luftpakete aufsteigen und wieder abfallen – die Thermik nahm also zu und schaukelte uns kräftig durch. Eigentlich auch kein Problem, es machte das ganze halt etwas anstrengender und weniger bequem.

Wie man im Video erkennen kann, gestaltete sich jede Platzrunde anders als die „Standard-Runde“ – ob nun der Gegenanflug verlängert werden musste oder ich Kreisen musste: In jeder Runde kreuzte ein oder mehrere Linienflugzeuge unseren Weg, und diesen wird natürlich vom Turm der Vorzug gegenüber einer kleinen Cessna gegeben.

Die letzte Runde gestaltete sich dann fast normal – jedoch landeten wir lang, aber bekamen kurz nach dem Aufsetzen gleich die Anweisung vom Turm, beschleunigt über Bravo abzurollen – in unserem Nacken befand sich schon wieder ein Airbus im Landeanflug…

Ach ja… meine Landungen waren nicht berühmt, gingen aber halbwegs in Ordnung. Am Mittwoch gibt es, so es das Wetter zulässt, weitere Gelegenheiten meine Fähigkeiten zu verbessern.

Neunundzwanzigste Flugstunde (2): Christof (mit Video!)

Nach dem schnellen Ende am Mittwoch, als die LP leider immer wieder ausging und wir uns daher entschlossen hatten, die Flugstunde abzubrechen, hatte ich mich direkt für heute mit meinem „alten“ Fluglehrer Christof verabredet, um mal wieder ein paar Platzrunden zu schrubben: Erstens ist es ja nun wirklich schon wieder etliche Wochen her, dass ich in der Luft war, und zum anderen sind diese Platzrunden eben das probate Mittel, um das Landen richtig zu erlernen und sich auf den ersten Alleinflug vorzubereiten – denn dann sollte das besser ohne wenn und aber klappen und man selbst auch sicher dabei sein.

Heute stand dann auch wieder die gute, alte KD zur Verfügung. Eigentlich wollte ich es schon am Mittwoch in der LP ausprobiert haben, so gab es dann eben heute die Premiere für meine GoPro-Kamera, so dass der geneigte „Follower“ hier sich einmal ein Bild davon machen kann, wie es in solch einer Platzrunde abgeht. Mein Freund Bülent Y. hat mir noch versprochen eine Halterung zu basteln, die ich außen an einer der Verzurr-Ösen anbringen kann, dort werde ich dann eine zweite GoPro befestigen – ich bin gespannt!

Vorerst also hier die Innenaufnahmen:

Ich freue mich übrigens über Kommentare und Vorschläge!

Neunundzwanzigste (1): Es ist besser nicht zu fliegen als schlecht zu fliegen…

Nachdem es ja nun doch schon wieder eine Weile her ist, dass ich das letzte mal geflogen bin, verabredete ich mich am Montag trotz zunächst mäßiger Wetteraussichten (es waren recht stramme Böen vorhergesagt) für heute Nachmittag mit Fluglehrer Sven zu einer Flugstunde. Es stand ein Flug nach Arnsberg auf dem Programm, dort wollten wir Platzrunden üben und unterwegs noch ein wenig Airwork praktizieren.

Erfreulicherweise sollte es dieses mal wieder die Lima-Papa sein (Der Name erschließt sich aus der Registrierung des Flugzeugs: D-EPLP, sprich Delta Echo Papa Lima Papa. Das D steht für eine Registrierung in Deutschland, das E für die Flugzeugklasse (Einmotorig unter 2 Tonnen und das PLP ist das Unterscheidungskennzeichen). Die LP verfügt gegenüber der KD, mit der wir Flugschüler ansonsten unterwegs sind, über eine etwas stärkere Motorisierung und über eine gehobenere Ausstattung, dafür ist die Flugstunde mit ihr etwas teurer als mit der KD – aber man gönnt sich ja sonst nichts!

Noch bevor Sven erschien schnappte ich mir das Flughandbuch und die Schlüssel, absolvierte den Vorflugcheck und stellte fest, dass getankt werden muss, als Sven auch schon erschien. Gemeinsam schoben wir die C172 um die Ecke auf die Tankstelle und tankten die Cessna voll, denn nach mir wollte auch mein Mitschüler und Freund Bülent Y. noch einige Runden drehen.

Endlich ging es los! Den Motor gestartet, bei der Rollkontrolle angemeldet und Rollen erbeten, und wir bekamen die Rollbahneinmündung C auf der Piste 24 zugewiesen. Losgerollt, abwärts um die Kurve Richtung Taxiway K und das Gas ganz raus auf Standgas und… der Motor ging aus. Nanu? Sven fragte mich noch was ich da tue, ich war mir aber zu Recht keiner Schuld bewusst. Wir starteten die Cessna erneut (nicht ohne von der Rollkontrolle gefragt zu werden was denn unsere Absichten seien…) und setzten unseren Weg, immer noch bergab, fort. Und wieder ging der Motor im Standgas aus. Sven erbat via Funk, dass wir zunächst auf dem Vorfeld an der Seite ausrollen dürfen. Dort starteten wir den Motor erneut und rollten (nunmehr bergauf und mit Gas) zurück zum GAT. Mittlerweile sollte der Motor warm geworden sein, wir erhofften uns dass er nun das Standgas möglicherweise halten würde – aber vergeblich. Als wir vor unserem Hangar ankamen und das Gas völlig herausnahmen erstarb der Motor wieder.

Da es insbesondere in der Fliegerei „Safety First“ heißt entschieden wir uns klar dafür unsere Flugstunde nicht fortzusetzen. Die LP muss wohl zunächst in die Werft und der Fehler beseitigt werden.

Am Freitag möchte ich, dann mal wieder mit Christof und der KD, die nächste Stunde nehmen. Hoffen wir einmal dass es klappt!

Theoretische Prüfung I

Heute hatte ich dann also meine theoretische Prüfung bei der Bezirksregierung Münster. Um 8:30 Uhr ging es los, ich war für alle 9 Fächer angemeldet.

Eigentlich war ich ziemlich fit, mein Ziel war es mindestens 6 Fächer im ersten Anlauf zu bestehen. In jedem Fach werden entweder 8 oder aber 16 Fragen aus ca. 1300 möglichen Fragen insgesamt gestellt; in jedem Fach muss man mindestens 75% der Fragen richtig beantworten.

Leider waren es im Meteorologie dann doch zwei Fehler zu viel, um gleich alles zu bestehen; mein Ziel aber habe ich erreicht. Die Nachprüfung im „durchgefallenen“ Fach werde ich dann mit dem Funkzeugnis kombinieren (wo ich aufgrund des Ergebnisses im Fach „Kommunikation“ ganz gute Hoffnungen habe…). Einen Termin gibt es noch nicht, aber IHR erfahrt es als erstes! 😉