Vierunddreißigste Flugstunde: Keine Sternstunde

Da mein Kumpel Andreas M. dann doch seinen Solo-Dreiecksflug nicht antreten sollte, da die Gefahr von Gewittern bestand und dies Fluglehrer Christof zu riskant war (wir zogen ihn ein wenig damit auf dass er von sich aus gekniffen habe – die Wahrheit ist: Er hat gekniffen 😉 ), bekam ich die Chance noch ein paar schnelle Platzrunden zu drehen. Sollte das Wetter sich verschlechtern hat man in der Platzrunde ja sehr gut die Möglichkeit zu landen und sich und das Flugzeug in Sicherheit zu bringen.

Ich hatte mit einer anständigen Thermik zu kämpfen, ansonsten verlief alles, bis auf ein paar ärgerliche Nachlässigkeiten, zunächst gut, das an sich gute Gefühl wurde aber eben durch diese Nachlässigkeiten getrübt: Einmal vergaß ich bei der Landevorbereitung die Klappen zu setzen, worauf Christof mich zu recht etwas ungehalten aufmerksam machte, mal las ich die Anweisung des Turms und der Rollkontrolle nicht vollständig zurück, und dann würgte mein Fluglehrer mir, als ich mich schon im gemütlichen Endanflug befand und mich auf eine gut sitzende Landung vorbereitete (ich muss den Eindruck erweckt haben völlig in meiner Komfortzone versunken zu sein) eine Durchstartübung rein, die ich dann auch prompt versiebte – anders kann man es nicht ausdrücken.

Naja, man kann nicht immer gewinnen, und so hake ich die heutige Flugstunde mal unter „Erfahrungen“ ab.

Das Videomaterial werde ich erst morgen auswerten können und schiebe es gegebenenfalls nach – obwohl das wahrlich nicht meine Sternstunde war.

Dreiunddreißigste Flugstunde – Fast schon Pilot…

Neben meiner Theorieprüfung hatte ich für heute noch eine Flugstunde mit Christof vereinbart. Ich möchte jetzt möglichst viel fliegen, um endlich die „Platzrundenreife“ zu erlangen und auch ohne Lehrer fliegen zu dürfen.

Mittlerweile klappt das auch schon ganz gut, meine Landungen heute waren, wie auch Christof findet, wieder besser als bei letzten mal und meine Abschlusslandung sogar wirklich butterweich – ein richtiger „Greaser“. Auch die zwischenzeitlich durchgeführte Durchstartübung war akzeptabel. Hierbei kommt es darauf an dass man, wenn man erkennt dass eine Landung unmöglich ist (weil man z.B. nicht genug Höhe abgebaut hat und zu spät aufsetzen würde, oder weil die Landebahn durch ein anderes Luftfahrzeug blockiert ist), zunächst volle Leistung gibt und die Vergaservorwärmung ausschaltet, bevor man langsam und schrittweise die sich in Landekonfiguration befindlichen Klappen wieder einfährt. Macht man dies zu schnell oder gar bevor man wieder Gas gegeben hat, droht aufgrund zu geringer Geschwindigkeit ein Stömungsabriss und der dann unvermeidliche Absturz. Erst am vorletzten Wochenende ist vermutlich auf diese Art ein Ultraleichtflugzeug an einem Platz in der Nähe in den Baumwipfeln gelandet – zum Glück kamen die Insassen glimpflich davon und mussten nur 2 Stunden kopfüber im Cockpit verharren, bis die Feuerwehr sie bergen konnten.

Ich habe mittlerweile noch ein Video von der 31. Flugstunde gefunden, ebenfalls mit Christof. Zu sehen sind wir beide beim Start, Steigflug und Platzrunde bis zur Landung und Durchstarten.

Morgen soll es weitergehen – wenn nicht mein Mitschüler Andreas M. seinen großen Dreiecksflug macht, denn dann wird er bevorzugt, da sich seine Ausbildung jetzt dem Ende zuneigt. Wenn ich nur selbst schon so weit wäre….!

Theoretische Prüfung II

Flugs geschrieben: Heute bin ich dann noch einmal nach Münster gefahren, um die noch fehlende Meteorologie nachzuholen.

Diesmal hat es geklappt, das Thema Theorie ist für mich soweit also abgeschlossen und ich kann mich ganz auf die Praxis konzentrieren (und natürlich noch die beiden Funkzeugnisse erwerben).

Zweiunddreißigste Flugstunde: Jochen

Auch wenn ich heute von üblichen Platzrunden ausgegangen war (und letztendlich auch noch einige drehte), so war es heute doch etwas anderes, denn mit Fluglehrer Jochen war ich noch nicht unterwegs.

Ich mag es mit unterschiedlichen Fluglehrern zu fliegen, denn jeder Fluglehrer kann einem noch etwas Neues beibringen und einen anderen Stil vermitteln.

So war es auch bei Jochen. Nachdem wir uns im Cockpit zunächst ein wenig vertraut gemacht hatten, sollte es raus gehen in den Luftraum, um dort ein wenig Airwork zu verrichten. Vorher aber wollte er eine Startabbruchübung machen. Man simuliert dabei einen Motorausfall kurz nach dem Start. Jochen meldete das entsprechend beim Turm an und wir bekamen auch die Genehmigung.

Bis dahin verlief alles wie gewohnt, wir starteten aber diesmal von Rollbahneinmündung Delta auf der Piste 24 aus, um die volle Bahnlänge zur Verfügung zu haben.

Also Vollgas, abgehoben, nachgedrückt um Fahrt aufzunehmen, und dann das Gas komplett raus – und sehr kräftig drücken, um sofort wieder Fahrt aufzunehmen und einen Stall zu vermeiden. Dann eine Landung auf derselben Bahn, von der wir soeben erst abgehoben hatten, um sofort wieder durchzustarten und dieses mal komplett abfliegen…. eine Erfahrung, die man einmal gemacht haben muss!

Dann ging es ab über Whisky aus der Kontrollzone heraus.

Irgendwo nördlich von Hamm haben wir dann Kurs- und Höhehalten geübt, das ganze noch mit einem Langsamflug bis runter auf 55 Knoten garniert und als Topping noch einen Vollkreis draufgesattelt – Jochen war zufrieden.

Dann ging es zurück zum Platz, ich meldete mich per Funk an und durfte auch in die Kontrollzone sowie die Platzrunde einfliegen.

Anschließend führten wir noch einige Platzrunden durch, die Landungen waren etwas hart.

Unterm Strich fand ich die Flugstunde heute sehr lehrreich. Jochen macht einiges anders als Christof oder Sven, vermittelt aber auch gleichzeitig eine gewisse Gelassenheit und Ruhe die nötig ist, um eine Landung richtig zu planen. Auch handhabt er „Kleinigkeiten“ anders. Das ist ganz bestimmt keine Wertung, ein Fluglehrer ist, denke ich, besser oder schlechter als der andere, sie setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte und bedienen sich anderer Methoden.

Vielleicht waren die Landungen auch deshalb heute etwas holpriger, und vermutlich habe ich deshalb heute die Cam vergessen einzuschalten…. dafür hat mich aber Bülent Y. fotografiert, und ich hänge diese Bilder einfach mal an.

Einunddreißigste Flugstunde – Und täglich grüßt das Murmeltier

Im Moment geht es Schlag auf Schlag, denn ich möchte gerne bald die Platzrundenreife erlangen und Flugzeug allein fliegen!

Einerseits hat man davor schon ein wenig Bammel, denn man sitzt dann ohne einen erfahrenen Piloten alleine im Flieger, und man muss das Flugzeug sicher zur Erde bringen – andererseits erwartet man diese Situation sehnsüchtig, denn es ist ein Meilenstein in der Pilotenausbildung. Fliegt man erst die Platzrunde allein, folgen bald auch die Navigations- und Dreiecksflüge, und der Weg vom Fußgänger zum Piloten ist bald zum Ende gekommen.

Die vielen Platzrunden drehen wir übrigens hauptsächlich, um das Landen zu üben; nur durch ausreichende Übung lernt man die Abstände, Höhen und Zeitpunkte korrekt abzuschätzen und lässt entsprechende Handlungen folgen.

Heute war das Wetter zunächst etwas ruhiger, als wir starteten war es noch nicht ganz so warm, im Verlauf unseres Fluges jedoch wurde es zunehmend turbulenter.

Heute starteten wir auf der 06 in Richtung Unna – mal wieder eine kleine Abwechslung.

Im Video findet Ihr ein paar Erläuterungen in der ersten Platzrunde, viel Spaß beim Anschauen!

Morgen geht es weiter mit Platzrunden schrubben, dann eventuell mal wieder mit einem anderen Fluglehrer…

Dreißigste Flugstunde: Wir brauchen mehr Luftverkehr

Heute ging es wieder mit Christof raus, um erneut meine Landefähigkeiten zu verbessern und, der geneigte Leser wird es erahnen, Platzrunden zu drehen.

Gleichzeitig mit mir, ich sollte wieder die KD nehmen, kam Mitschüler Andreas M. zum Zuge, er wollte einen Dreiecksflug mit der JA, eine C152, durchführen.

Da beide Maschinen getankt werden mussten, halfen wir uns gegenseitig, bevor es losgehen sollte.

Im großen und ganzen also nichts besonderes. Was heute anders war als sonst: Es war ziemlich viel los am Platz!

Beginnend bereits beim Rollen zur Rollbahneinmündung Charlie (die 24 war in Betrieb) mussten wir an Stop 1 anhalten, um den Pushback eines Wizzair-Airbusses abzuwarten; dieser rollte danach auch vor uns her und durfte, natürlich, auch vor uns starten. Danach kam noch ein weiterer Airbus rein, auch diesen mussten wir abwarten…. dann ging es endlich los.

Das zunächst aufgrund einer fast geschlossenen Wolkendecke etwas ruhigere Wetter (wenig Thermik) änderte sich aber auch prompt, die Wolken rissen zunehmend auf und der große Runde Ofen am Himmel heizte Mutter Erde richtig ein, diese ließ ihre Luftpakete aufsteigen und wieder abfallen – die Thermik nahm also zu und schaukelte uns kräftig durch. Eigentlich auch kein Problem, es machte das ganze halt etwas anstrengender und weniger bequem.

Wie man im Video erkennen kann, gestaltete sich jede Platzrunde anders als die „Standard-Runde“ – ob nun der Gegenanflug verlängert werden musste oder ich Kreisen musste: In jeder Runde kreuzte ein oder mehrere Linienflugzeuge unseren Weg, und diesen wird natürlich vom Turm der Vorzug gegenüber einer kleinen Cessna gegeben.

Die letzte Runde gestaltete sich dann fast normal – jedoch landeten wir lang, aber bekamen kurz nach dem Aufsetzen gleich die Anweisung vom Turm, beschleunigt über Bravo abzurollen – in unserem Nacken befand sich schon wieder ein Airbus im Landeanflug…

Ach ja… meine Landungen waren nicht berühmt, gingen aber halbwegs in Ordnung. Am Mittwoch gibt es, so es das Wetter zulässt, weitere Gelegenheiten meine Fähigkeiten zu verbessern.

Neunundzwanzigste Flugstunde (2): Christof (mit Video!)

Nach dem schnellen Ende am Mittwoch, als die LP leider immer wieder ausging und wir uns daher entschlossen hatten, die Flugstunde abzubrechen, hatte ich mich direkt für heute mit meinem „alten“ Fluglehrer Christof verabredet, um mal wieder ein paar Platzrunden zu schrubben: Erstens ist es ja nun wirklich schon wieder etliche Wochen her, dass ich in der Luft war, und zum anderen sind diese Platzrunden eben das probate Mittel, um das Landen richtig zu erlernen und sich auf den ersten Alleinflug vorzubereiten – denn dann sollte das besser ohne wenn und aber klappen und man selbst auch sicher dabei sein.

Heute stand dann auch wieder die gute, alte KD zur Verfügung. Eigentlich wollte ich es schon am Mittwoch in der LP ausprobiert haben, so gab es dann eben heute die Premiere für meine GoPro-Kamera, so dass der geneigte „Follower“ hier sich einmal ein Bild davon machen kann, wie es in solch einer Platzrunde abgeht. Mein Freund Bülent Y. hat mir noch versprochen eine Halterung zu basteln, die ich außen an einer der Verzurr-Ösen anbringen kann, dort werde ich dann eine zweite GoPro befestigen – ich bin gespannt!

Vorerst also hier die Innenaufnahmen:

Ich freue mich übrigens über Kommentare und Vorschläge!